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„Ich bin kein Baby mehr!“




Kategorie: Eltern


Wenn Ihr Teenager mit Ihnen zufrieden stellende Vereinbarungen ausarbeitet, dann sollte er dafür durch einmalige Vergünstigungen oder Privilegien belohnt werden - die Vereinbarungen werden so zu einem Kompromiss, mit dem alle leben können. Wenn Ihr Teenager zum Beispiel wiederholt pünktlich vom Kino nach Hause kommt, könnten Sie ihm erlauben, etwas zu tun, was noch attraktiver für ihn ist, wie zu einem Musikkonzert oder zu einer  Sportveranstaltung zu gehen.

 

Besprechen Sie Konsequenzen

Über mögliche Konsequenzen zu sprechen, kann Ihren Teenager davon abhalten, sich Risiken auszusetzen oder sich nicht an Absprachen zu halten. Dies kann notwendig sein, weil die Anerkennungen und Belohnungen, die Eltern ihren Kindern für das Einhalten eines Plans geben können, in harter Konkurrenz zu den Anreizen stehen, die von Gleichaltrigen oder bestimmten Aktivitäten mit Gleichaltrigen locken. Nur Konsequenzen, die auch eine Bedeutung für Ihren Teenager haben, können wirkungsvoll sein und Sie sollten auch bereit sein, sie umzusetzen - wählen Sie keine Konsequenz, die Sie nicht umsetzen können. Auf keinen Fall sollte es aber eine Konsequenz sein, die so abschreckend ist, dass Ihr Kind Angst hat nach Hause zu kommen. Häufig sind sich Jugendliche jedoch sicher, dass sie die besprochenen Regeln auch einhalten werden, und schlagen selbst angemessene Konsequenzen vor.

 

Führen Sie eine Nachbesprechung durch

Eine Nachbesprechung ermöglicht Ihnen und Ihrem Teenager, die Umsetzung des Plans rückblickend zu besprechen und notwendige Veränderungen für das nächste Mal vorzunehmen. Sie sollte möglichst bald nach dem Kinobesuch, der Party etc. passieren. Ziele der Nachbesprechung sind, die Jugendlichen für jeden Fortschritt zu loben, und, falls nötig, kurz und ruhig die Teile des Plans anzusprechen, die sie vergessen haben oder die nicht so gut geklappt haben. Wenn Sie eine Konsequenz folgen lassen mussten, weil Ihr Teenager sich nicht an den vereinbarten Plan gehalten hat, dann besprechen Sie mit ihm, wie und wann er das nächste Mal versuchen darf, eine ähnliche Situation angemessen zu meistern. Denken Sie daran, dass es darum geht, Ihren Teenager dabei zu unterstützen, sich in risikoreichen Situationen sicher und kompetent zu verhalten. Wenn Sie Aktivitäten einfach nur komplett verbieten, kann Ihr Teenager dies nicht lernen. Zudem würde ein generelles Verbot Ärger und Konflikte aufkommen lassen, die langfristig zu ernsthaften Schwierigkeiten in der Familie führen können. Übrigens: Florian einigte sich mit seiner Mutter, bis um 23 Uhr auf die Party zu gehen. Sie vereinbarten, dass er anruft, falls die Mitfahrgelegenheit mit anderen Eltern nicht klappen würde. Das passierte dann auch. „Gut, dass wir vorher darüber gesprochen hatten, so wusste ich, dass Du nicht sauer bist, wenn Du mich abholen musst.“     Gabriele Henning

 

Informationen:

Elterntrainings -  TripleP für Eltern

von Teenagern - unter Leitung von

Gabriele Henning gibt es u.a. in der Familienbildungsstätte Blankenese, Anmeldung unter Tel. 86 05 48 und unter www.fbs-blankenese.de

und der Erziehungshilfe Rahlstedt, Tel. 6720110; nächster Kurs dort am 30. 5. 2007.

Infos über TripleP-Trainings und Arbeitsmaterialien: PAG Institut für Psychologie AG, 48149 Münster, Tel. 0251-518941, www.triplep.de

 

Hinweis: Die Tipps wurden dem „Teen TripleP Gruppenarbeitsbuch“ - einem Begleitbuch zum Elterngruppentraining - entnommen.








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